Die Neustadt und die Töpfergasse

Blick zur Neustadt mit frisch gepflaster Straße Im Vordergrund das Café Sander, dahinter die Neustadt. Sicht auf die Töpfergasse
Blick zur Neustadt mit frisch gepflaster-
ter Straße.
Zum Zoomen auf das Bild klicken!
Im Vordergrund das Café Sander, dahinter die Neustadt.
Zum Zoomen auf das Bild klicken!
Sicht auf die Töpfergasse
Zum Zoomen auf das Bild klicken!
Die Neustadt endet am Friedhof mit der Friedhofskapelle. Oberhalb der Töpfergasse ist ein kleines Häuschen am Waldrand zu sehen. Das mittelalterlich Fachwerk trägt eine ebenso alte Inschrift.
Die Neustadt endet am Friedhof mit der
Friedhofskapelle.

Zum Zoomen auf das Bild klicken!
Oberhalb der Töpfergasse ist ein kleines Häuschen am Waldrand zu sehen.
Zum Zoomen auf das Bild klicken!
Das mittelalterlich Fachwerk trägt eine
ebenso alte Inschrift.

Zum Zoomen auf das Bild klicken!


Der in der Schreibweise des Mittelalters geschriebene Text auf dem Querbalken des rechten Hauses lautet:

"Ter Engel des Herren lagert sich um tie her so ihn fürchten und hilft ihn aus. Gott segene tieses Haus und alle tie Tagen ein unt aus".

Rechts von der Neustadt zweigt der REiche Winkel ab. Romantische, kurvengerechte kleine Fachwerkhäuser in der Neustadt. Der untere Teil der Neustadt mit einem Blick auf das Schloss.
Rechts von der Neustadt zweigt der
reiche Winkel ab.
Zum Zoomen auf das Bild klicken!
Romantische, kurvengerechte kleine Fachwerkhäuser in der Neustadt.
Zum Zoomen auf das Bild klicken!
Der untere Teil der Neustadt mit einem
Blick auf das Schloss.

Zum Zoomen auf das Bild klicken!

Aus Geschichten, Schnärzchen, und andere Begebenheiten von und über Stolberg /Harz

Frühling in ner Heimat (Jan./März 1983, Stolberger Mundart)
"Komm lieber Mai und mache
die Bäume wieder grün.
Und lass' uns an dem Bache
die kleinen Veilchen blüh'n."

"Ja, wie oft hame das scheene Lied jesungen. In Stolberg war jo eigentlich jede Johresziet scheene, abber wenn dar Schnee so langsam wegtaute un die erschten Schneegleckchen steckten ehre Keppe us dar Erde, do freiten mi uns, dasses endlich wedder heller wurde un me länger ruß geh' kunnten. De Mutter war a froh, wenn wedder en bischen Ruhe inner Bude war.
Wer weiß eigentlich nach von den Stolbergern, dass die Promenade in der Rittergasse nich immer so scheene mit den Gugelbeimern wor? Da floss nämlich mitten inner Stroße de Lude lang, un wenn nun de erschten Sunnentrahlen kamen, do krempelten de Jungens ehre Hosenbeine hoch un rin in de Bach. - Unse Vater hät uns das erzählt. - Es muss en ganz scheenes Jewimmel jewesen sie. Fast jede Familie hatte dach domals 6 - 8 Kinger in Derchschnitt. Bei min Vater selewer warns 8 Jeschwister.
Ja, de Jungens tobten sich immer in Wasser us. Ob un zu haanse a mol de Forelle jefangen. De Mächens trauten sich nach nich rin ins Wasser, das war noch en bischen kohlt, de Jungens hanse immer bloß nassje-
spritzt.
De Mächens suchten sich ne annere Beschäftigung. Am Ranne vonn Bach, do wuchsen de erschten Blimichens, Veilchen, Vergissmeinnicht un nach annnere. Do hanse fer de Mutter en scheenen Struß jeruppt.
Zum Obenbrot saß dann de ganze Familie an Tische, bis uff die Kleinen, die lagen schonn in Bette. Jeder hatte ein Sticke selbstjebackenes Brot inner Hand un en Leffel. In de Mitte uffen Tische stand ne große Schissel met surer Mellich, un das het allen jeschmeckt.
Stolberger Luft macht großen Hunger!"

[Aus der Reihe: 'Geschichten, Schnärzchen, und andere Begebenheiten von und über Stolberg/Harz, - 100 Jahre Schule, nach Erzählungen von Stolbergerinnen und Stolbergern', mit freundlicher Genehmigung von S. Oppermann.]