Am Markt und am Plan - das Zentrum der kleinen Stadt

Blick über "der Plan" - im Hintergrund die St. Martini-Kirche. Blick auf die Straße "am Markt" - links das Tor vom Jägerhaus. Fachwerkhäuser in der Straße am Markt.
Blick über - der Plan - im Hintergrund die St. Martini-Kirche.
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Blick auf die Straße am Markt - links das Tor vom Jägerhaus.
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Fachwerkhäuser in der Straße am Markt.

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Sicht vom Bandweg auf das Rosettenfachwerkhaus "am Markt". Eines der schönsten Fachwerkhäuser mit geschnitzten Rosetten. Rechts Gasthaus Kupfer und im Hintergrund rechts "der Plan".
Sicht vom Bandweg auf das Rosetten-
fachwerkhaus am Markt.

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Eines der schönsten Fachwerkhäuser mit
geschnitzten Rosetten.

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Rechts Gasthaus Kupfer und im Hinter-
grund rechts der Plan.

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Aus Geschichten, Schnärzchen, und andere Begebenheiten von und über Stolberg /Harz
:
Tage der Besinnung (geschrieben Okt./Dez.1980 - Stolberger Mundart)
Disses Johr hame jo so richtiges Stolberjer Wiehnachtswetter! Schnee hame und scheene koolt isses ah. Bloß de Rodelbahne fehlt, abber ich glaube, das iss ah nischt mehr fer uns. En kleinen Berg traue me uns schon runger ze fahrn. So ganz ohne Ibung simm jo derch unse Enkelkinger nicht!

  Links das Andenkengeschäft von Rolf Möbius an der Straße "am Markt".  

Links das Andenkengeschäft von Rolf Möbius an der Straße am Markt.
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Metten Jedanken isse me dach grade inner Wiehnachtsziet veele in Stolberg, un wenn de Grenze nich wär, kinnten mi uns in Stolberg inner Christmette treffe. Es sin jo so manniche in ehrer Jugendziet von Stolberg wegjemacht un han sich wu annerscht ne Arweitsstelle jesucht. Ich kam jo selleber mett 14 Johre schonne nach Honnover bei Verwandte. Abber mine gresste Freide war, wenn ich Wiehnachten nach Stolberg kam un die Stolberger freiten sich ah, wenn ehre Uswanderer mol wedder do warn.
Wemme us de Christmette kamen, do hatte unse Mutter immer en scheenen Wiehnachtstisch zerrechte jemacht, fer jedden hattese enne Äberraschung.
Blos emmol kann ich mich nach besinne, do fehlte das alles. Dar Tisch war leer, de Mutter saß trurich inner
Ecke. Mi guckten uns alle ganz enttiescht an, do sahte de Mutter: 'Ich kunnte uch nischt kaufe. Uer Vater is solange krank un das bisschen Geld reicht kaum zum Essen!' - Wenn unse Mutter das sahte, do wars schon ganz schlimm. Denn meistens sollten me darvon nischt merke.
Ich ha dann min Koffer usjepackt, ich war so us Hannover jekommen un hatte fer jeden was mitjebracht. Ich sieh hiete nach de Jesichter. Mine Jeschwister un de Eltern, wie se sich freiten, un das war fer mich auch ne Freide.
Nachen Mittagessen drickte mich mine Mutter ne kleine Schachtel in de Hand, - ich war so äbberrascht -, se
sahte: 'Irma, du hest uns so schenne Jeschenke mitjebracht, ich kunnte einfach nich dräbber fertig wäre, dass mer gar nischt fer dich han, do bin ich noch schnelle zu Reibers jelaufen und ha fer dich en Fläschchen Parfim jelanget.'
Ich ha mich so dräbber jefreit. - Das Fläschchen ha ich hiete nach.

[Auszug aus der Reihe: 'Geschichten, Schnärzchen, und andere Begebenheiten von und über Stolberg/Harz, - 100 Jahre Schule, nach Erzählungen von Stolbergerinnen und Stolbergern', mit freundlicher Genehmigung von S. Oppermann.]