Stolberg/Harz ist eine kleine Stadt im Südharz und zugleich ein Luftkurort, dessen Fachwerkhäuser im Renaissancestil ein einmaliges Ensemble darstellen. Leider wurde der Ort im Zuge der Gebietsreform als ein Ortsteil der 'Gemeinde Südharz' im Landkreis Mansfeld-Südharz 'umfunktioniert' und verlor den Titel einer Stadt. Als ehemalige Residenzstadt der Grafen zu Stolberg hat sie Jahrhunderte den Namen Stadt getragen.

Renovierte Fassaden, Straßen und Fußwege in der Neustadt Blick vom Schloss auf die Martinikirche und den Saigerturm Einfahrt Rittertor
Die stolberger Neustadt mit neuem Straßenpflaster + renovierten Fassaden
Das Bild lässt sich zoomen.
Sicht vom Schloss über die Martini-Kirche und den Saigerturm.
Das Bild lässt sich zoomen.
Einfahrt in die Stadt und links danach Auffahrt zum Schloss durch das Rittertor
Das Bild lässt sich zoomen.
Blick von renovierten Schlossgarten auf die Neustadt
            von Stolberg/Harz Einfahrt Rittertor Weitsicht auf das erneuerte Schloss - Sicht vom Bandweg,  Neustadt
Blick vom renovierten Schlossgarten auf die Neustadt von Stolberg/Harz.
Das Bild lässt sich zoomen.
Blick von Straße vor dem Friedhof über die Häuser der Neustadt bis zum Schloss
Das Bild lässt sich zoomen.
Weitsicht auf das erneuerte Schloss - Sicht vom Bandweg, Neustadt
Das Bild lässt sich zoomen.


Als früheren Einwohner von Stolberg stellen sich bei mir die im Pensionsalter befindlichen Nackenhaare auf, weil dieses einmalige städtische Ensemble als ein Ergebnis des finanziellen Nachwende-Desasters auf eine Stufe mit den kleinen umliegenden Dörfern gestellt wurde. Ich erinnere daran, dass Stolberg bereits 1210 das Stadtrecht erwarb, als die deutsche Hauptstadt noch ein unbedeutendes 'Nest' war. Meine Seiten sollen eine kleine Hommage an Stolbergs historischen - aber noch immer präsenten - städtischen Namen sein. Da ich nur sehr selten in Stolberg zu Besuch war, ist die Qualität mancher digitalen Aufnahmen leider wetterbedingt und manchmal grenzwertig ausgefallen. Ich werde deshalb bei jedem weiteren Besuch versuchen, bessere Aufnahmen zu fertigen und vorhandene schlechtere austauschen.

Eines der sehenswertesten Häuser mit  Rosetten im Reichen Winkel. Blick ber den renovierten Schlossgarten Altes Hausportal mit Schnitzereien aus dem Jahre 1563 in der stolberger Rittergasse.
Eines der sehenswertesten Häuser mit
Rosetten im Reichen Winkel.

Das Bild lässt sich zoomen.
Blick über den renovierten Schlossgar- ten auf Markt und Niedergasse von Stolberg/Harz.
Das Bild lässt sich zoomen.
Altes Hausportal mit Schnitzereien aus dem Jahre 1563 in der stolberger Rittergasse.
Das Bild lässt sich zoomen.

Nach der Wende wurde die Mehrzahl der sehenswerten mittelalterlichen Fachwerkhäuser sowie deren Infrastruktur in der alten Residenz- und Handelsstadt erneuert. Es lohnt sich, dieses Städtchen zu besuchen. Steigen Sie auf die Lutherbuche und schauen Sie über dieses Panorama. Die einmalige geschlossene und über dreihundert Jahre erhaltene Fach- und Bauwerksubstanz, bei der sich Fachwerkhaus an Fachwerkhaus schmiegt und die Form eines Vogels bildet, hat bereits Martin Luther inspiriert. Das Schloss bezeichnete er als den Kopf, Rittergasse und Neustadt als die Flügel und die Kirche als das Herz. Unter der Federführung Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde auch das ehemalige Schloss des Fürsten zu Stolberg-Stolberg renoviert.
Begeben Sie sich auch auf den Berg Josefshöhe mit dem größten eisernen Doppelkreuz der Welt, das nach einem Entwurf von Karl-Friedrich Schinkel als eine hölzerne - und später nach einem Großbrand als eine eiserne Konstruktion errichtet wurde und erst in den letzten Jahren einer farblichen Frischekur unterzogen wurde.
Historisch wurde Stolberg/Harz Mittelpunkt deutscher Geschichte als es im Jahre 1525 durch den Anführer des Deutschen Bauernkriegs Thomas Müntzer ber regionale deutsche Grenzen bekannt wurde. Unter seiner Führung wollten aufständische Bauern vom Grafen Botho zu Stolberg die Umsetzung der 24 Stolberger Artikel. Unweit von Stolberg rief der Weggefährte des Wittenberger Reformators Martin Luther als »Knecht Gottes wider die Gottlosen« zum kompromisslosen Kampf gegen die Obrigkeit, zur Errichtung eines Gottesreiches der Auserwählten und des armen gemeinen Mannes auf. Nach der Niederlage der Aufständischen auf dem Schlachtberg bei Frankenhausen wurden die Artikel wieder kassiert. An diese Bauernkriegsschlacht erinnert im Panorama-Museum auf dem Schlachtberg bei Bad Frankenhausen [unterhalb des Kyffhäuserdenkmals mit dem Kaiser Barbarossa] eines der größten Tafelbilder der Welt [mit einer Fläche von 1722 m²] gemalt vom Leipziger Maler und Kunstprofessor Werner Tübke.

Mein Dank für die textliche Füllung meiner Seiten gilt an dieser Stelle insbesondere Siegfried Oppermann, der mir erlaubte, aus verschiedenen Schulbroschüren anlässlich 100 Jahre Schule in Stolberg/Harz manchen Text zu übernehmen. Viele dieser Texte wurden in der besonderen Stolberger Mundart geschrieben. Diese Mundart wird nur gesprochen und ist keine Schriftsprache. Sie stammt aus dem Niederdeutschen und wurde tatsächlich nur in Stolberg/Harz gesprochen. Bedauerlicherweise gibt es nur noch wenige Ältere, die sie sprechen können. Ebenso gilt meine Dank dem Stolberger Anzeiger von 1829-1943 und den Stolberger Nachrichten von 1968 bis 1982, die in der Vorwendezeit über das Leben im sozialistischen Stolberg berichteten. Nicht zu vergessen der PEDA-Verlag in Passau, der mir erlaubte, Texte zur St. Martin-Kirche zu nutzen.

Vom Fotografen Hans Wiedling des Fotohauses Wiedling aus Stolberg/Harz habe ich eine ganze Reihe der
ältesten Fotos seines Ateliers zum Thema Stolberg/Harz bekommen. Die Aufnahmen sind in Schwarz/Weiß und von unvergleichlicher geschichtlicher Bedeutung. Ob es die alten stolberger Originale Karlewitsch und Ludewitsch oder Caroline Schroeder oder die letzte Postkutsche sind, diese Fotos sind unersetzbar.

Diese Seiten sind im Anschluss an die Website historische Ansichtskarten von Stolberg/Harz entstanden, die ich für meinen aus Stolberg stammenden und historische Ansichtskarten sammelnden Kartographisten-Bruder Hans-Jürgen programmiert habe.
Bücher über den Harz

 




Der Spruch des Harzklubs:

"Es grüne die Tanne, es wachse das Erz, Gott schenke uns allen ein fröhliches Herz!" möge alle Besucher meiner Website begleiten! Ich wünsche Ihnen viel Spaß, wenn Ihnen aus der Fülle der Fotos möglichst viele gefallen und wenn Sie dabei an eigene Erinnerungen anknüpfen können oder Ihre Neugierde zu einem Besuch dieses wunderschönen Städtchens geweckt wird. Gelingt mir das, wäre mein wichtigstes Ziel mit dieser Website erfüllt.

Für touristische Auskünfte wenden Sie sich bitte an die Touristikauskunft der Stadt:
www.stadt-stolberg-harz.de
Tourist-Information-Stolberg/Harz
Tel.: 034654/454 & 19433
Fax: 034654/19433

Markt 2
06540 Stolberg/Harz
Mail:info@stadt-stolberg.de